Schlemmen ohne Schleppen - Trekkingessen selbstgemacht
Outdoor-Nahrung für die Wanderung

Trockenei selber herstellen

Trockenei selber herstellen

Trockenei lässt sich kaufen oder auch recht einfach selber herstellen. Es kann bis zu 2 Jahre aufbewahrt werden und eignet sich für Rührei oder auch zum Backen.

Bei Volleipulver wird das ganze Ei, also Eiweiß und Eigelb, getrocknet. Im Handel gibt es Vollei, aber auch Eigelb- und Eiweißpulver zu kaufen.

Ei ist der ideale Proteinlieferant

Zum Vergleich wie effektiv der Körper das aufgenommene Nahrungsprotein in eigenes Körperprotein umwandeln kann wird die biologische Wertigkeit verwendet. Hühnerei ist besonders gut umwandelbar und gilt mit 100 als Referenzwert. Es enthält alle neun essenziellen Aminosäuren im optimalem Verhältnis und damit werden rund 90% der Eiproteine vom Körper verwertet.

Hülsenfrüchte haben eine deutlich niedrigere biologische Wertigkeit. Linsen liegen zum Beispiel bei 50-60, Kidneybohnen 50-55, Mais 35-40 und Soja hat 73.

Allerdings lässt sich diese durch die Kombination mit Getreide auf 80-90 steigern. Beide Gruppen haben unterschiedliche Aminosäureprofile und ergänzen sich gut. Deshalb sollten Linsen mit Reis oder Bohnen mit Mais oder Kartoffeln kombiniert gegessen werden.

Volleipulver selber herstellen

Getrocknete EierGetrocknete Eier

Zur Herstellung von Eipulver zu Hause eignet sich am besten der Backofen. Ein Backblech mit einem Backpapier belegen und dessen Seiten etwas hoch knicken. Drei frische Eier aufrühren und auf dem Backblech möglichst gleichmässig verteilen. Die hochgeknickten Rändern verhindern das Fliessen unter das Backpapier.

Die Tür mit einem Kochlöffel etwas offen halten, damit die Feuchtigkeit aus dem Innenraum des Backofens entweichen kann. Bei 50-60 °C das Ei vollständig trocknen. Dies dauert 4-5 Stunden. Das Ei blättert im trockenen Zustand vom Backpapier ab. Natürlich können mehrere Backbleche gleichzeitig verwendet werden.

Da sich das Eigelb schlecht in Wasser wieder auflöst empfiehlt es sich das getrocknete Ei im Mixer zu Pulver zu verarbeiten.

RühreiRührei

Für die Verwendung einfach mit Wasser im Verhältnis 1:3 anrühren.

Ich konnte das Rührei von getrockneten Eiern nicht von dem mit frischen unterscheiden. Verfeinert mit getrockneten Zwiebel und Kräutern gibt es eine leckere Alternative für das Frühstück. Auch zum Backen oder für Pfannkuchen ist das Trockenei problemlos verwendbar.

Zubereitetes Rührei dörren

Während Eipulver vielseitig verwendbar ist, wird es auf einer Trekkingtour oft nur für Rührei verwendet. Es gibt auch die Möglichkeit bereits fertig zubereites Rührei zu dörren.

Dazu sollte bei der Zubereitung kein weiteres Fett verwendet werden, sondern das Ei ohne Fett in einer Teflonpfanne zur Gerinnung gebracht werden. Anschliessend zerkleinern und auf dem Dörrgerät trocknen. Auch hier gilt, je grösser das Verhältnis Oberfläche zu Volumen, desto einfacher kann das Wasser später wieder zugeführt werden. Es gibt auch Rezepte, bei denen das Rührei zu Pulver verarbeitet wird.

Bei der Zubereitung wird heisses Wasser zugegeben und das Rührei wieder eingeweicht. Bei mir kommen kleine Rühreistücke im Trekking-Bauernfrühstück zu Anwendung.

Salmonellen, Tiramisu und krank bis du

Salmonellen, Tiramisu und krank bis du. So kurz kann man das Problem von Salmonellen und Eiern ausdrücken. Salmonellen können schwere Durchfallerkrankungen verursachen. Etwas, das man auf einer Trekkingtour nicht gebrauchen kann.

Für eine Salmonelleninfektion ist eine sehr hohe Anzahl von Erregern notwendig. Diese vermehren sich besonders gut bei Wärme. Wenn ein frisch zubereitetes Tiramisu statt im Kühlschrank auf der Fensterbank in die Sonne gestellt wird, reicht die Keimvermehrung bereits nach wenigen Stunden für eine Erkrankung aus. Ideale Bedingungen herrschen bei Temperaturen zwischen 10 °C und 40 °C.

Was bedeutet dies also für Eipulver auf Tour? Und wie gefährlich sind Salmonellen bei der Herstellung von Trockenei im heimischen Backofen?

Salmonellen können sich sowohl auf der Eierschale als auch im Eigelb befinden. In den ersten Wochen nach dem Legen vermehren sich die Keime im Ei auch bei Zimmertemperatur kaum. Daher sollten nur frische Eier verwendet werden, die im Kühlschrank bei unter 7 °C aufbewahrt werden.

Bei der Zubereitung zum Trocknen ist auf gute Küchenhygiene zu achten. Während der mehrstündigen Trocknung im Backofen bei 50–60 °C werden die meisten, wenn nicht alle Keime abgetötet. Sollten sich noch lebensfähige Keime im fertigen Eipulver befinden, können diese sich auch bei idealen Temperaturen ohne Wasser nicht vermehren.

Wer sein Eipulver wie frisches Ei verwendet und es gut durchgart wird somit keine Probleme bekommen.

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