2026 Nordische Grenzwege
Grenzwanderung entlang der schwedisch-norwegischen Grenze

14. Tag: am Mierffastat · Mierffasrøysa · Skoaddejávrehytta · am Juovvačorru · am See P 1029

Skoaddejávrehytta

Über die felsige Hochebene zur Skoaddejávrehytta

Ich schlafe lange und wache erst kurz vor acht Uhr auf. Der Himmel ist zwar bedeckt, aber das Wetter sieht recht freundlich aus. Nur der kalte Wind weht weiterhin. Ich erhitze die Süsskartoffeln mit Apfel und Zimt und habe so ein warmes Frühstück. Während die Abendroutine immer gleich bleibt, ist das Packen des Rucksacks so eine Sache. In zwischen habe ich ⅔ des Essen gegessen und es ist entsprechend mehr Platz im Rucksack. Vieles soll griffbereit sein und gleichzeitig das Gewicht im Rucksack ideal verteilt sein. Im Idealfall steht der Rucksack von alleine und fällt nicht um.

Um 9:30 habe ich alles gepackt. Ich blicke noch einmal zum Gletscher am Meraftesfjellet und orientierte mich dann nach Südosten. Rund sechs Kilometer sind es noch bis zru Skoaddejávrehytta. Der Weg steigt weiter leicht an zum See P 923. Meine Oberschenkel brennen und ich bins froh schon gestern die steile Westwand am Mierffastat aufgestiegen zu sein. Felsen und Feuchtflächen wechseln sich ab. Und schon fängt es an zu nieseln. Der Weg führt nahe der Schwedisch-norwegischen Grenze entlang. Auch wenn ich heute nicht nach Schweden komme, schon bald sehe ich die Grenzmarkierung Rr 256, die den Namen Mierffasrøysa trägt. Ein einzelner Wanderer kommt mir entgegen. Nur selten gibt es auf der Hochebene Ausblicke auf die umgebenen Berggipfel. Am See P 1023 kann ich zu den Steilwänden der wolkenverhüllten Berge Durmålstinden und Nuorjjovárri blicken. Wenig später öffnet sich der Blick nach Süden und ich kann den Sitasjaure mit dem Álitoajvve sehen. Noch weiter im Süden regnet es.

Ich umrunde einen Hügel und sehe dann das erstemal den Skoaddejávri. Zwischen mit und Hütte liegen noch einige Felsen und 1½ Kilometer. Kurz vor der Hütte geht es noch über Steine und Hundegebell kündigt mich an. An der Hütte ist ein älterer Norweger, der gerande die Hütte abgeschlossen hat, um mit seinem Hund eine Runde zu drehen. Er fragt mich gleich, ob ich die Deutsche sei, die gezltet hätte. Der Buschfunk funktioniert hier oben. Das es durch den späteren Start bereits Mittags ist, entschliesse ich mich hier Pause zu machen. In der Hütte bin ich vom Wind geschützt und es ist noch richtig warm. Ich esse Kartoffelpüree und nutze die Gelegenheit noch einmal Handy und Garmin zu laden. Schwierig wird die Ermitllung des Preises für den Aufenthalt. In Norwegisch ist der Tagesbesuch für MItglieder gratis. Auf Englisch steht 100 NOK ohne Unterscheidung. Schliesslich schaue ich in der Hyttebetaling-App nach und dort werden mir 50 NOK angezeigt, was ich fair finde. Als ich die Hütte abschliesse kommt der Norweger von seiner Runde zurück und wir unterhalten uns noch etwas. Dann wird es Zeit für mich weiter zu wandern.

Am Juovvačorru entlang

Von der Skoaddejávrehytta führt der Weg weiter über felsen an der Südflanke des Juovvačorru entlang. Vom Südende des Skoaddejávri leuchtet mir das Gelb der Grenzmakierung Rr 256B entgegen. Der Wanderweg führt nun weiter nach Osten und entfernt sich somit von der Grenze. Das Gelände ist weiterhin felsig und steigt zum Pass zwischen Juovvačorru und des namenloses Berges P 1415 an. Auf der Passhöhe kommt mir ein Wanderer entgegen. Die Felsen sind hier nun Blockfeldern gewichen. Er passiert mich schnellen Schrittes und als ich mich umdrehe, wirkt sein Schritt wieder deutlich langsamer.

Endlich kann ich den Gautelisfjellet und ein Stück des Guovdelisjávri (Gautelisvatnet) sehen. Es stellt sich langsam die Frage, wie weit ich heute wandern will. Durch den späten Start und die lange Mittagspause ist es bereits 16:40 Uhr als ich zum See P 1029 blicken kann. Steine durchziehen den Boden und am Ufer ist es feucht. Um das nördliche Ende des Gautelisvatnet führt eine Schotterstrasse zur Staumauer. Um diese zu meiden, müsste ich also vor Erreichen der Strasse übernachten oder noch rund fünf Kilometer weiter wandern.

Am Südende des See P 1029 passiere ich einen kleinen Sandstrand, aber der Boden ist auch hier eher feucht und so wandere ich weiter. Hinter mir steigt eine dunkel gekleidete Person ab. Neben mir plätschert der Seeabfluss dem Čoarddajávri (Øvre Kjørrisvatnet) entgegen. Der Wanderweg führt weit oberhalb des Seeufers entlang und quert einige kleine Bäche. Wirklich einladend sieht es nicht aus, als mir plötzlich eine Erhöhung ins Auge fällt. Dort oben sollte es eben und trocken sein. Ich steige auf und werde nicht enttäuscht. Ich baue das Zelt auf und hole Wasser vom Seeabfluss. Die dunkle Person ist wie vom Erdboden verschluckt, oder hat sie mich unbemerkt passiert?

Zu Abend esse ich Semmelknödel mit Pilzsauce. Ein Essen was zu den schwersten gehörte. Anschliessend mache ich meine Notizen. Der Tag war wieder etwas kürzer als erhofft. Eigentlich möchte ich den Reservetag wieder ganz heraus laufen, aber ich liege weiterhin zurück. Zumindest verliere ich nicht weiter und habe die kurze Etappe zur Baugebua ausgeglichen. Während draussen dunkle Wolken aufziehen, blicke ich auf die Karte. Der Wetterbericht für Morgen verspricht Bewölkung, aber keinen Regen. Bis zur Gautelishytta sollte ich es morgen auf alle Fälle schaffen, vielleicht auch weiter.

Karte
Profil

Skoaddejávrehytta DNT

SkoaddejávrehyttaSkoaddejávrehytta

Die Skoaddejávrehytta liegt am nordöstlichen Ufer des Skoaddejávri.

Karte Narvikfjellene: 68°3'33" N, 17°35'35" E Öffne in Norgeskart.no Öffne in Opentopomap.org

Hütte Unbewirtete Hütte (Ubetjent) Anzahl Betten 12 Schlüssel DNT-Schlüssel

Strom oder USB Lademöglichkeit USB-A-Ladepunkt Mobilnetzempfang 120 Meter in Richtung Juovvacorru

Link DNT Skoaddejávre

10.2026

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